Bine im gelobten Land

Israelische Autofahrer

Februar 11, 2007 · 2 Kommentare

Wie Schmetterlingsfrau in einem ihrer Berichte so treffend bemerkt hat, sind in Israel die Autofahrer die eigentlichen Terroristen.

 

Die meisten Straßen hier sind mehrspurig, es gibt tausende von Ampeln, Kreisverkehre, Einbahnstraßen, Busspuren, Nebenstraßen und Verkehrszeichen, die ich noch nie zuvor in meinem Leben gesehen habe.

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(ok, dieses Bild ist aus Australien, aber auf dem Weg zum Toten Meer hab ich wirklich so ein ähnliches Schild gesehen)

Auf die Frage, was dieses oder jenes Verkehrszeichen bedeutet, bekomme ich nur eine verwunderte Gegenfrage: “Wen interessiert das?”

So kämpfe ich mich tapfer jeden Tag durch den Großstadtdschungel, warte geduldig bei Verkehrsstaus, werde von links, rechts und vom Pannenstreifen aus überholt, angehupt und manchmal sogar beschimpft. Warum, ist mir nie so ganz klar. Trotzdem, ich kämpfe weiter! So schnell gebe ich nicht auf!

Am gefährlichsten sind hier jene Autos, die an der Stoßstange einen kleinen Kinderschuh angebracht haben. Das sind Araber. Die fahren noch schlimmer, als die Israelis. Den Schuh haben sie dort, um sich vor bösen Geistern zu schützen – sprich – vor Verkehrsunfällen.

Man erkennt sie aber auch an der Innenausstattung ihrer Autos. Meist handelt es sich um Rosenkränze, Kruzifixe, Heiligenstatuen oder sonstiges. Die jüdischen Autoterroristen erkennt man entweder an der Hamsa, die am Rückspiegel baumelt, oder aber schlicht an ihrem radikalen Fahrstil.

Das Chaos ist perfekt, wenn die Ampeln ausfallen. Die Vorrangstraße wird ignoriert und von allen Seiten kommen plötzlich Fahrzeuge, die sich Richtung Hauptstraße drängen. Es folgt natürlich ein Hupkonzert und es dauert nicht lange, bis es kracht.

Auch der Verkehrspolizist, der mitten in der Kreuzung steht, um sie händisch zu regeln, wird ignoriert. An seiner Stelle würde ich mich nie dort hinstellen. Soviel verdient ein Polizist nicht, dass er sein Leben dafür opfern muss.

Wer meint, in Italien fahren sie wie die Spinner, der war eben noch nie in Israel!

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Kategorien: Die Israelis

2 Antworten bis hierher ↓

  • schmetterlingsfrau // Februar 11, 2007 um 1:58

    Und erst im Winter, wenn die Straßen metertief überflutet sind! Kaum regnet es zwei Millimeter, bleiben alle zuhause. Oder es kommt zu Unfällen, als ob ein Blizzard durch das Land ginge.

    Mich ärgert vor allem das männliche Verhalten. Mein Mann ist ja nun wirklich nicht ein Übermacho, aber beim Autofahren wird er zum Monster, flucht auf Arabisch (als Pole) und wird extrem frauenfeindlich. Das ist wie Jeckyll und Hyde. Wenn ihm einer nicht gleich Platz macht, überholt er ihn rechts und bremst ihn dann aus. Ich schreie dann jedesmal herum, er soll sich nicht auf die Stufe von diesen Tieren begeben. Aber es nutzt nichts.

  • bineimgelobtenland // Februar 11, 2007 um 9:13

    hi hi, das stimmt. ich fahre am liebsten alleine. beim autofahren mit meinem mann habe ich todesängste und werde immer ganz heiser. dafür kenn ich die flüche jetzt auch auf arabisch! k… shel ima shelcha…. usw.

    mein schwiegervater fährt zwar noch wilder, hält sich aber wenigstens in meiner gegenwart mit dem fluchen etwas zurück. dafür fährt er aus prinzip bei fast rot durch und wenn ich schreie und mir die hände vors gesicht halte, behauptet er doch glatt, es war noch orange!

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