Ich surfe gerade gemütlich durchs Internet. Was kann man bei diesem Wetter sonst auch machen? Alle fünf Minuten schüttet es in Strömen….der liebe G-tt meint es heute gut mit uns.
In Israel wird es bald ein eigenes Zugabteil geben, in dem eine Synagoge untergebracht ist, damit die religiösen Männer ihr Morgengebet beten können.
Ich habe am Morgen im Zug schon oft Männer gesehen, die dort ihr Morgengebet verrichten. Mit allem drum und dran. In Österreich wäre das vielleicht eine Sensation, so einen Juden mit vollem Equipment zu sehen, aber hier in Israel ist das ganz normal und es stört einem weder, noch schenkt man dem ganzen besondere Beachtung.
Nun sollte ein frommer Jude wenn möglich aber das Morgengebet zusammen mit mindestens 9 anderen Mitbetern abhalten. Sowas nennt man dann auf Hebräisch einen “Minyan”.
Israel Railways, die koschere Eisenbahn, richtet nun also ein eigenes Synagogenabteil ein.
Ihr fragt euch sicher, warum ich “koschere” Eisenbahn geschrieben habe. Koscher deshalb, weil in Israel auch die Eisenbahn Shabbat hält. Von Freitag ab ca. 15.00 Uhr bis Samstag Abend fahren keine Züge.
Ich finde die Idee der rollenden Synagoge gut, dann sind die Betenden unter sich und werden nicht gestört.
Vielleicht überlegt sich der eine oder andere nichtreligiöse Jude, wie er die fast zwei Stunden Zugfahrt nach Tel Aviv totschlagen kann und schaut auch mal im “heiligen” Abteil vorbei….wer weiss, vielleicht. Das würde auf jeden Fall weniger kosten, als die zwei Stunden mit den üblichen, sinnlosen Telefongesprächen zu vergeuden, die jeder Reisende mithören kann.
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